und ein Leserbrief dazu             Badische Zeitung 8.10.2004
Zum Artikel "Ein verfechter des humanen Unterrichts" (BZ vom 10. September)
über Rolf Robischon, der sich als Schulleiter in Hausen in den Ruhestand verabschiedet hat:
 

Druck und Dressur schafft keinen Lernerfolg

Dem Wunsch Robischons nach Weiterwirkung seiner pädagogischen Konzepte kann ich mich
- als Lehrerin im Ruhestand - aus tiefer Überzeugung anschließen. Nach denselben im Beitrag 
genannten Maximen habe ich selbst während meiner ganzen Dienstzeit mit meinen Schülern 
gearbeitet und gelebt - allerdings auch des öfteren unverstanden.

Eigentlich begreifen Kinder von sich aus schnell, dass man sie fördert und nicht nur fordert, 
wenn man sie mit persönlichem Einsatz und methodischem Geschick von Erfolg zu Erfolg führt.
Alle, die in Richtung von Druck und Dressur indoktrinieren, schaffen die bekannten Reibungsverluste, 
verschleudern damit wertvolle Energien bei allen Beteiligten, die für den Lernerfolg und eine positive Persönlichkeitsentwicklung verloren gehen. Nach meiner Erfahrung stehen hinter der Züchtung krankhaften Konkurrenzdenkens durch uniformen Zwang ungegründete Ängste. Und Angst sollte in der Pädagogik 
zuletzt ein Ratgeber sein.

Helga Kuhnert, Steinen                                                                
JUGENDARBEIT

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